Dialektbewusstsein: hannakische, mährisch-slowakische und schlesische Züge vs. obecná čeština
Ich erkenne die wichtigsten Dialekträume und passe meine Erwartungen beim Reisen und Hören an.
Schau dir diese Beispiele an. Kannst du das grammatische Muster erkennen?
Tož, zajdeme na jedno, né?
Tja, gehen wir auf ein Bier, oder? (mährisch)
V Olomouci uslyšíte dobré pivo, v Praze dobrý pivo — a obojí chutná stejně.
In Olmütz hört man „dobré pivo", in Prag „dobrý pivo" — und beide schmecken gleich.
Achte auf die hervorgehobenen Teile. Was haben sie gemeinsam?
Die grobe Karte: Böhmen — obecná čeština (dobrej, vokno); Hanna (Olomouc) — é statt ý/ej, ó statt ou (dobré, móka); Mährische Slowakei — bewahrtes ú und šč (múka, ešče = ještě); Schlesien — kurze Vokale und Penultima-Akzent (godat = sprechen). Im Neutrum klingt in Mähren oft die Standardform (dobré pivo, in Böhmen dobrý pivo), sonst hat aber jede Region ihre eigenen Abweichungen von der Norm. Tož = mährisches „na ja". Verstehen genügt; Standard funktioniert überall.
Wende diese Grammatik in den Übungen des Kurses C1 an
ÜbungsaufgabenTož, zajdeme na jedno, né?
Tja, gehen wir auf ein Bier, oder? (mährisch)
tož und né: mährische Marker.
V Olomouci uslyšíte dobré pivo, v Praze dobrý pivo — a obojí chutná stejně.
In Olmütz hört man „dobré pivo", in Prag „dobrý pivo" — und beide schmecken gleich.
Die é/ý-Isoglosse in einem Satz.
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