Die Nisba-Endung ـِيّ / ـِيَّة: Nationalitäten aus Ländern, Adjektive aus Städten und gewöhnlichen Nomen, Wegfall von ال, ة und ا und die Kongruenz.
Ich kann mit einer Nisba (مِصْرِيّ، مِصْرِيَّة) sagen, woher Menschen und Dinge kommen, und Nisba-Adjektive beim Lesen erkennen.
Schau dir diese Beispiele an. Kannst du das grammatische Muster erkennen?
أَنا روسِيٌّ، وَزَوْجَتي مِصْرِيَّةٌ مِنَ الإِسْكَنْدَرِيَّةِ.
Ich bin Russe, und meine Frau ist Ägypterin aus Alexandria.
الطّاجينُ أَكْلَةٌ مَغْرِبِيَّةٌ مَشْهورَةٌ.
Tajine ist ein berühmtes marokkanisches Gericht.
فَيْروزُ مُطْرِبَةٌ لُبْنانِيَّةٌ يُحِبُّها العَرَبُ في كُلِّ مَكانٍ.
Fairuz ist eine libanesische Sängerin, die Araber überall lieben.
هَلْ أَنْتِ سورِيَّةٌ؟ لا، أَنا أُرْدُنِيَّةٌ مِنْ عَمّانَ.
Bist du Syrerin? Nein, ich bin Jordanierin aus Amman.
Achte auf die hervorgehobenen Teile. Was haben sie gemeinsam?
Hängen Sie ـِيّ (-iyy, am Äußerungsende -ī) an ein Nomen, und Sie erhalten ein Adjektiv „zu, aus, bezogen auf“. Das deutsche Gegenstück ist -isch: Ägypten - ägyptisch, Libanon - libanesisch. Einige Nisbas kennt das Deutsche schon als Lehnwörter: die Saudis, der Iraki, und auch „Sufi“ ist wohl eine Nisba (von صوف, Wolle; die Herleitung ist die gängige, aber nicht unumstritten).
| Ort | Mann / maskulin | Frau / feminin |
|---|---|---|
| مِصْر - Ägypten | مِصْرِيّ | مِصْرِيَّة |
| لُبْنان - Libanon | لُبْنانِيّ | لُبْنانِيَّة |
| المَغْرِب - Marokko | مَغْرِبِيّ | مَغْرِبِيَّة |
| الأُرْدُنّ - Jordanien | أُرْدُنِيّ | أُرْدُنِيَّة |
| سوريا - Syrien | سورِيّ | سورِيَّة |
| روسيا - Russland | روسِيّ | روسِيَّة |
| مَكَّة - Mekka | مَكِّيّ | مَكِّيَّة |
Alles andere bleibt meist: لُبْنان behält sein -ān. Gelegentlich fällt ein kurzer Vokal im Wortinneren weg: نابُلُس ergibt نابُلْسِيّ, ohne das u nach ل. Einige Formen sind unregelmäßig und werden am besten als Vokabel gelernt: إِنْجِلْتِرا - إِنْجِليزِيّ.
هُوَ مِصْرِيٌّ - er ist Ägypter; هِيَ مِصْرِيَّةٌ - sie ist Ägypterin. Das doppelte ي ist hörbar: -iyya. Wie „-in“ im Deutschen macht ة die weibliche Person.
Das Deutsche braucht drei Wörter, ägyptisch, Ägypter, Ägypterin, und schreibt eines davon klein. Das Arabische hat eines, und Großbuchstaben kennt die Schrift nicht: مِصْرِيّ ist „ägyptisch“ und „Ägypter“. Gruppen: مِصْرِيّونَ (Männer oder gemischt), مِصْرِيّاتٌ (Frauen). Das Wort für die Araber, عَرَب, ist die Basis selbst.
Als Adjektiv steht die Nisba hinter dem Nomen, kongruiert im Geschlecht und übernimmt den Artikel: الأَدَبُ العَرَبِيُّ - die arabische Literatur, wörtlich „die Literatur, die arabische“; اللُّغَةُ العَرَبِيَّةُ - die arabische Sprache (لُغَة ist feminin).
| يَوْم - Tag | يَوْمِيّ - täglich |
| رَسْم - Zeichnung, Form | رَسْمِيّ - offiziell |
| تاريخ - Geschichte | تاريخِيّ - historisch |
| عِلْم - Wissenschaft | عِلْمِيّ - wissenschaftlich |
Wie Sie in „wissenschaftlich“ die „Wissenschaft“ erkennen: Trennen Sie bei einem unbekannten Wort auf ـِيّ die Endung ab, und oft erkennen Sie den Rest.
Wende diese Grammatik in den Übungen des Kurses A1 an
ÜbungsaufgabenThe article of the country name kept in an indefinite nisba (*المَغْرِبِيّ for 'Moroccan')
Drop ال of the base: المَغْرِب gives مَغْرِبِيّ
Final ة or ا of the base kept (*مَكَّةِيّ, *سورياِيّ)
Drop ة / ا first: مَكِّيّ، سورِيّ
ـِيّ used for a woman or a feminine noun
Feminine: ـِيَّة. هِيَ مِصْرِيَّةٌ، اللُّغَةُ العَرَبِيَّةُ
Nisba adjective without the noun's article (*الأَدَبُ عَرَبِيٌّ for 'Arabic literature')
An attributive nisba copies the article: الأَدَبُ العَرَبِيُّ
أَنا روسِيٌّ، وَزَوْجَتي مِصْرِيَّةٌ مِنَ الإِسْكَنْدَرِيَّةِ.
Ich bin Russe, und meine Frau ist Ägypterin aus Alexandria.
روسيا verliert sein End-ا: روسِيّ. Für eine Frau hängt die Nisba ة an: مِصْرِيَّة. Wo das Deutsche „Russe“ und „russisch“ trennt, genügt im Arabischen ein Wort.
الطّاجينُ أَكْلَةٌ مَغْرِبِيَّةٌ مَشْهورَةٌ.
Tajine ist ein berühmtes marokkanisches Gericht.
Das Land heißt المَغْرِب, mit Artikel; die Nisba verliert ihn: مَغْرِبِيّ. Hier ist sie feminin, passend zu أَكْلَة, „Gericht“. Die Reihenfolge ist umgekehrt: erst das Gericht, dann „marokkanisch“.
فَيْروزُ مُطْرِبَةٌ لُبْنانِيَّةٌ يُحِبُّها العَرَبُ في كُلِّ مَكانٍ.
Fairuz ist eine libanesische Sängerin, die Araber überall lieben.
لُبْنان behält sein -ān und hängt nur die Endung an: لُبْنانِيَّة. Hier ändert sich im Wortinneren nichts. العَرَب, „die Araber“, ist die Basis, von der عَرَبِيّ kommt.
هَلْ أَنْتِ سورِيَّةٌ؟ لا، أَنا أُرْدُنِيَّةٌ مِنْ عَمّانَ.
Bist du Syrerin? Nein, ich bin Jordanierin aus Amman.
سوريا verliert sein ا (سورِيّ), الأُرْدُنّ seinen Artikel (أُرْدُنِيّ). Beide stehen im Femininum, weil die Frage an eine Frau geht, أَنْتِ, wie „Syrerin“ und „Jordanierin“.
يَدْرُسُ أَخي الأَدَبَ العَرَبِيَّ في جامِعَةِ دِمَشْقَ.
Mein Bruder studiert arabische Literatur an der Universität Damaskus.
Als Adjektiv steht die Nisba hinter dem Nomen und übernimmt seinen Artikel: الأَدَبَ العَرَبِيَّ, wörtlich „die Literatur, die arabische“.
الكُنافَةُ النّابُلْسِيَّةُ حَلْوى فِلَسْطينِيَّةٌ مَشْهورَةٌ.
Knafeh aus Nablus ist eine berühmte palästinensische Süßspeise.
Auch eine Stadt hat eine Nisba: نابُلُس ergibt نابُلْسِيّ, wie im Deutschen „Nürnberger“ aus Nürnberg; das u nach ل fällt dabei weg. فِلَسْطين ergibt فِلَسْطينِيّ. Beide sind hier feminin und richten sich nach كُنافَة und حَلْوى.
وَصَلَتْني رِسالَةٌ رَسْمِيَّةٌ مِنَ السِّفارَةِ.
Ich habe einen offiziellen Brief von der Botschaft bekommen.
Die Nisba ist nicht nur für Orte: رَسْم („Zeichnung, Form“) ergibt رَسْمِيّ, „offiziell“. Trennen Sie bei einem unbekannten Adjektiv ـِيّ ab, erkennen Sie oft das Nomen dahinter.
Im Kurs üben
Wende diese Grammatik in den Übungen des Kurses A1 an